Fourteenth day

Halbzeit. Komisches Gefühl irgendwie. Die Hälfte ist vorbei und es liegen leider nur noch Arbeitstage vor uns die von einem letzten Wochenende verbunden sind. Mal sehen ob das so in Routine übergeht wie zu Hause und man hier auch nur so Roboterhaft seinen Tag rumbringt. Ich hoffe der Fakt dass hier alles etwas anders ist macht es etwas leichter sich nicht so vom Alltag erschlagen zu lassen – wir werden sehen.

Heute ging es nach dem Frühstück gleich nach Dalkey, einer kleinen Stadt an der Küste auf dem Weg nach Dublin. Wir haben uns eines der erhaltenen Castles von Dalkey angesehen die früher als befestigtes Warenlager dienten. Mittelalterliche Charaktere haben hier etwas über “Ihre” Zeit erzählt und uns Ihren Tagesablauf erklärt. Dann war noch eine Tour durch eine Kirche aus dem 14. Jahrhundert dabei und ein Friedhof der zur Zeit der Great Famine (die Hungersnot) mehrschichtig befüllt wurde. War für 5€ ganz ok. Später sind wir auf dem Weg zur Dart noch durch den Bloomsday gegangen an dem sich die Einwohner von Dalkey verkleiden wie zu Zeiten von James Joyce.

In der Stadt sind wir zu Fuß bis zum Kilmainham Jail gegangen. Für 2,10€ (Studenten) gabs hier schon viel mehr zu sehen. In diesem Gefängnis wurden, unter anderem, die Anführer des Osteraufstandes eingesperrt und später erschossen. Viele andere politische Gefangen waren auch hier und das Gefängnis bedeutet zeimlich viel in der Geschichte Irlands weil hier eben einige wichtige Dinge passiert sind. Wir haben für den Preis auch gleich noch eine Guided Tour dabei gehabt und uns hat ein sehr kompetenter und enthusiastischer junger Mann durch das Gefängnis geführt und alles erklärt.

Danach sind wir dann heimgefahren und haben gegessen und uns etwas ausgeruht denn Abends hieß es: Temple Bar! Wir sind gegen 22 Uhr los und haben dann in Dublin feststellen müssen dass das nicht ganz so schlau war denn anders als in Deutschland ist hier halb 4 Ausschankschluss und die Feierzeit geht etwas eher los – nicht erst um 12. Wir hätten also ab 22 Uhr in den meisten Locations Eintritt bezahlen müssen – 8-10€ wären da fällig gewesen. Zu viel! Wir haben also etwa 90 Minuten einen kostenlosen Club mit guter Musik gesucht. Nachdem wir auch einmal durch die Gesichts- und Klamottenkontrolle geflogen sind, jedenfalls Matze und ich, haben wir dann einen kleinen Club mit guter Rockmusik gefunden in dem wir bis halb 4 abgehangen haben.

Für 4€ ging es mit dem Nitelink-Bus nach Hause und ins Bett – endlich ;-)

unsere Gruppe vor dem Dalkey CastleDer Friedhof bei dem CastleSt. Patricks CathedralSo siehts im Knast aus - der modernste der damaligen ZeitHier eine Gedenktafel für die (erschossenen) Führer des Osteraufstandes 1916Matze und Partick suchen nach Einschusslöchern an der Erschießungsstelle

2 Kommentare zu „Fourteenth day“

  1. aplaceintime sagt:

    4 Wochen Irland – persönliche Eindrücke…

    Mein Kollege und Freund Michael (auch Grundi genannt) ist im Rahmen seiner Ausbildung derzeit 4 Wochen lang in Irland, um dort in einer anderen Firma zu arbeiten, das Land kennen zu lernen und natürlich auch, um seine Englishketnisse zu vertiefen. T…

  2. [...] ähnlich Schloss Pillnitz oder dem Barockgarten Großsedlitz, die zur Zeit der Great Famine (erwähnte ich bereits) gebaut wurde. Der englische Lord Powerscourt hatte noch ein paar Taler übrig und ließ hier jede [...]

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