Archiv für die Kategorie „Diary Michael“

Departure

Samstag, 30. Juni 2007

Anstrengend ist so ein Reisetag, das kann ich Euch sagen. 7.30 Uhr aufstehen, duschen, frühstücken (es gab Burger zum Frühstück!). Gleich danach nochmal die letzten Sachen eingepackt und dann 9 Uhr Treff am Tesco.Der Bus kam (wir sind es mittlerweile gewöhnt) nicht ganz pünktlich und brachte uns zum Flughafen. Das ist in etwa eine Stunde Fahrt sodass wir gegen 10 am Flughafen waren. Die nun folgenden 90 Minuten verbrachte ich beim längsten Check-In meines Lebens auf einem Flughafen der aussah als wäre es ein Flüchtlingslager.Damit nicht genug wollten die Kollegen von der Sicherheit auch noch dass wir unsere Schuhe ausziehen und Gürtel usw. Das führte dazu dass wir erst kurz vor 12 am Gate waren – eigentlich der Startzeitpunkt unseres Fluges. Wegen erhöhtem Verkehrsaufkommen war der aber sowieso auf 13.30 Uhr verschoben worden.Ich nutzte die Zeit um noch was zu Essen zu kaufen. Für 5,25€ habe ich dann ein Käse-Schinken-Sandwich erstanden – eines der Günstigeren! Ab dann ging alles ziemlich schnell (wenn man vom 20minütigen Aufenthalt auf dem Rollfeld absieht). In Frankfurt angekommen (Gate A28) sollten wir eigentlich innerhalb von 50 Minuten nur 4 Gates weiter (A20) wieder nach Leipzig starten. Das wäre ein Fußweg von ca. 50 Metern gewesen aber weil ja noch nicht genug Streß war hat Murphy unsere Gangway deaktiviert und uns mit dem Bus zum Terminal 1 gefahren – am anderen Ende des Flughafens. Von dort führte unser Weg durch eine erneute Sicherheitskontrolle und Passkontrolle sowie durch einen etwa 500m langen unterirdischen Verbindungstunnel zu unserem Terminal. Dort begrüßte man uns freundlich und gerade noch rechtzeitig. Zu meinem Erstaunen gab es auch hier keine Gangway (danke Murphy) und wir wurden wieder mit dem Bus übers Rollfeld zum Flieger gefahren. Die sehr nette Stuardess hat mich mit Erfrischungstüchern versorgt wasich auch dringend nötig hatte und mit nur 15 Minuten Verspätung gings es auf Richtung Leipzig.Dort sind wir sogar laut Plan 17.45 Uhr gelandet und haben unser Gepäck abgeholt und in den Bus vor dem Flughafen gebracht. Der fuhr dann nach nur 45 Minuten (ja, ein bißchen ironisch ist das gemeint) auch schon los. Nach genau 90 Minuten Fahrt sind wir schließlich am Ende unserer Reise am Dresdener Flughafen angekommen und wurden von dort abgeholt (die meisten jedenfalls). Hurra, zu Hause!

Twentyseventh day

Freitag, 29. Juni 2007

Freitag. Letzter Tag arbeiten heute. Zur Feier des Tages sogar nur halbtags weil wir noch auf den Kiliney Hill wollen nachher. Aus eben diesem Grund gibts den heutigen Eintrag auch schon deutlich früher als gewohnt. Bilder von diesem tollen Aussichtspunkt liefere ich dann nach wenn ich wieder daheim bin.

Heute Abend ist dann packen angesagt denn morgen ist halb 8 aufstehen Pflicht. 9 Uhr geht der Bus vom Tesco und um 12 der Flieger aus Dublin. In Frankfurt haben wir etwa 2 Stunden Aufenthalt bevor es weiter nach Leipzig geht wo wir gegen 17.45 Uhr ankommen sollen. Von dort dann bis DD Flughafen mit dem Bus und dann werd ich (hoffentlich) abgeholt.

So, ich lass mich jetzt noch kurz von meinen Kollegen feiern weil so gut und effektiv war. Bis morgen also.

Twentysixth day

Donnerstag, 28. Juni 2007

Irgendwie bin ich heute total nicht wach geworden und hing den ganzen Tag durch. Zum Glück hab ich am Nachmittag wieder mit meinem Schatz per Skype telefoniert was dank WebCam gleich noch viel cooler ist. Die Arbeit hat mich heute glücklicherweise etwas verschont weshalb ich ein wenig für heimische Projekte aktiv werden konnte – mit ganz annehmbaren Ergebnissen wie ich finde!

Abends ging es auf ein Pint ins Igo und da ich ziemlich müde war direkt danach wieder nach Hause. Auf dem Weg hab ich noch darüber nachgedacht was mir nach meinem Schatz wohl noch am meisten gefehlt hat hier. Ich bin direkt zu meinem geliebten Auto gekommen weil man hier ja doch ganz schön eingeschränkt ist. Und wo ich grad bei Einschränkung war, habe ich auch gleich an mein großes Zimmer und unser großes Bad (ja!, es geht NOCH kleiner) gedacht wo ich mir nicht immer irgendwas an den Wänden stoße. Der nächste Punkt war dann auch schon das Essen. Nicht dass hier nicht schmecken würde oder zu wenig ist, aber ich habe jetzt 4 Wochen lang kein Fisch, Schwarzbrot und rohes Gemüse gegessen. Abgesehen davon gabs jetzt seit 4 Wochen jeden Früh das gleiche Müsli und die gleiche Sorte Marmelade. Ich lege mir aber auch gerne mal Wurst oder Käse aufs Toast oder Frischkäse oder andere Marmeladen oder sowas.

Naja, wie auch immer. Trotz all den Sachen die ich hier von zu Hause vermisst habe, muss ich doch sagen dass es auch ein weinendes Auge ist was mit mir geht. Die Leute hier sind einfach durchgängig so viel freundlicher als zu Hause und viel offener Fremden oder Neuem gegenüber. Das werde ich wohl dann vermissen wenn ich wieder zu Hause bin!

Gestern im Igo haben auch viele aus unserer Gruppe gesagt dass sie definitiv wieder herkommen wollen und wenn es nur zum Urlaub machen oder Festivalbesuch ist. Ein Faktor der viele dazu gebracht hat war nämlich dass sehr viele unserer Arbeitgeber und Gastfamilien uns eingeladen haben wieder herzukommen. So komisch das klingen mag, aber viele (etwa die Hälfte) haben auch Arbeitsangebote von den Firmen bekommen oder wurden wenigstens gefragt ob sie nicht noch etwas länger bleiben wollen! Fachkräfte die gut ausgebildet sind sucht man hier nämlich händeringend. Und bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 2400€ lässt es sich doch ganz gut leben! Ich bin mir sicher der ein oder andere wird auch mal zumarbeiten wieder herkommen…

Twentyfifth day

Mittwoch, 27. Juni 2007

So, auf Arbeit gabs schon wieder manigfaltig neue Aufgaben und am Freitag darf ich wohl zum Glück auch etwas eher gehen. Nach der Arbeit, ich bin etwas länger geblieben, ging es direkt zum Hurling. Ein kleines Spiel einer Jugendmannschaft von Dublin gegen Kilkenny für 5€ Eintritt. Das Spiel an sich fand ich sehr viel besser als das Gaelic Football weil es meiner Meinung nach sportlicher und fairer ist da es nicht so von Aggressivität lebt. Außerdem gehört eine Menge Können dazu diesen kleinen Ball (in der Größe eines Baseballs) mit dem Schläger zu treffen, zu fangen usw.

Daniel hat es sogar geschafft vorher zu Hause zu essen weshalb er etwas später kam. Da er das gleiche Problem mit seinem Mittag hatte wie ich, hat Mary noch Sandwiches gemacht die er dann mitgebracht hat – sehr gut!

Kilkenny hat das Spiel verdient gewonnen was daran liegen könnte dass man dort kein Gaelic Football spielt und deswegen auch richtig gute Leute beim Hurling sind – im Gegensatz zu Dublin, denn hier ist Hurling weniger wichtig.

Ganz allgemein wollte ich nur noch mal für alle daheim gebliebenen anmerken dass die DVB ein supergeiles Unternehmen ist und wir uns überhaupt nicht beschweren brauchen. Nachdem ich nämlich gestern wieder ein tolles Erlebnis mit dem Nahverkehr hier hatte (diesmal blieb meine Dart 15 Minuten an der Connolly stehen um uns im Anschluss mitzuteilen dass sie jetzt nicht mehr weiter fährt), muss ich sagen dass der Service zu Hause echt stimmt. An jeder Haltestelle ein Fahrplan, es gibt einen Busplan, die Dinger fahren pünktlich und außerdem halten die Fahrer nicht mal einen viertelstündigen Plausch mit jemandem der draußen rumsteht. Also: Daumen hoch für die DVB!

Szenen aus dem SpielDublin ist wieder blau und Kilkenny gelb-schwarz (die Farben kenne ich doch…)es waren nur etwa 300 Leute da oder so, sehr schade weil gutes Spiel.

Glück im Unglück

Mittwoch, 27. Juni 2007

Da ich leider vorhin feststellen musste dass das Brot in meinem Lunchpack schon geschimmelt hat (freut mich zu wissen dass sowas nicht nur mir passiert) bin ich gerade im Tesco gewesen um mir ein paar Sandwiches zu kaufen. Da die aber täglich zubereitet werden gibts nur eine begrenzte Stückzahl und die leckeren waren alle schon weg. Nachdem ich mich ein bißchen umgesehen habe, habe ich jedoch noch Sushi entdeckt!

Preislich natürlich teurer als bei uns, für irische Verhälnisse aber noch moderat: 7€. Dazu noch Sandwiches für 2,50€ und dann sollte ich auch satt werden. Damit ihr Euch auch ein Bild machen könnt, habe ich mal die iSight bemüht.

Das ist mein Mittag - zimlich teuer aber auch lecker

Ich hab übrigens schon 2 Stück Sushi gegessen bevor ich das Bild gemacht hab ;-)

Twentyfourth day

Dienstag, 26. Juni 2007

Scheißtag irgendwie. Keinen richtigen Antrieb gehabt, müde, doofes Wetter. Wenigstens hab ich heute mal ein bißchen PHP machen dürfen. Ich war erst 21 Uhr zu Hause weil ich noch in die Stadt gefahren bin zum telefonieren. Unterwegs habe ich mir im BurgerKing noch einen DoubleCheeseburger mit Bacon für sage und schreibe 3,80€ gekauft – ich hatte Hunger.

Mel hat mir heute noch eine Stelle gezeigt wo morgen ein kleines Hurlingmatch stattfindet, da werden wir wohl mal vorbeischauen nach der Arbeit.

Nur noch 3 Tage arbeiten! :-)

Schöne Aussichten…

Dienstag, 26. Juni 2007

Bei solchen Vorhersagen fällt der Abschied wohl nicht so schwer!

Der Forecast bis zum Abflug

Wer noch etwas lachen möchte schaut sich mal einen wie finde unbedingt sehenswerten Ausschnitt eines der besten Filme aller Zeiten an und genießt die literaische Weltmeisterleistung.

Twentythird day

Montag, 25. Juni 2007

Montag: tolle Wurst. Wieder früh raus und im Halbschlaf duschen, essen und zum Bus. Das ist ein Weg von vielleicht 150 Metern und als ich unten um die erste Ecke komme saust oben an der Straße mein Bus vorbei – 8 Minuten zu früh! Na toll, besser kann eine Woche ja gar nicht anfangen! Nachdem ich mich kurz am Telefon mit Matze und Rico verständigt habe (die haben das gleiche Problem) warte ich also etwa 20 Minuten auf die nächste 7B. Die fährt dann gleich noch bissl anders als normal, wir platzen fast.

Nach einer doch noch ganz annehmbaren Fahrzeit kommen wir etwa 15 Minuten zu spät an. Bei mir macht das aber nicht so viel weil meine Kollegen da relativ flexibel sind. Am Ende meines Arbeitstages, ich habe heute ein bißchen was mit Photoshop gemacht und kann nur immer wieder betonen dass ich definitv kein Grafiker bin, frage ich Mel noch nach dem Europassmist. Er hat das schon ganz toll ausgefüllt und nette Sachen reingeschrieben. Problem ist folgendes: Das Formular hatte er von irgendeinem anderen Praktikanten und deshalb ist das auf Spanisch und Englisch. Meins wäre in Deutsch gewesen, naja. Nächstes Ding: der Drucker hier hat was ausgespuckt bei dem ich mir nicht ganz sicher bin ob ein Drucker oder ein Schredder das produziert hat!

Tolle Wurst, jetzt hab ich ein Schreiben wo nix weiter wichtiges drinsteht auf Spanisch in einer Form die man allerhöchstens noch zum Brot einwickeln nehmen möchte und das soll jetzt irgendwie wichtig sein?! Ich werde morgen direkt mal nach einer schriftlichen Beurteilung fragen die dann hoffentlich etwas besser aussieht…

Abends gabs noch ein paar Filme zum entspannen und dann gings in die Heia, war auch genug für einen Tag.

Twentysecond day

Sonntag, 24. Juni 2007

Sonntag, ausschlafen! Außerdem wieder ein irisches Frühstück und dann gings auf in die Stadt. Genauergesagt ins Croke Park Stadium zum Gaelic Football. Die Karten die wir bekommen haben sind für Erwachsene uns lustigerweise bekommen Studenten und Kinder die Karten zum halben Preis. Das funktioniert in Dublin allerdings so dass man erst den vollen Preis bezahlt und dann das Geld am Eingang wiederbekommt. Wir haben uns also für 15 Minuten an einer Schlange angestellt und tatsächlich 15€ wiederbekommen – COOL! Anstatt 15€ zu bezahlen bekommen wir 15€, saugeil.

Im Stadion sind etwa 77.000 Leute, das größte Event für mich bisher. Das Spiel an sich fand ich nicht so berauschend da ich Handball oder Fußball für spannender halte aber dafür gibts bei diesem “Men’s Game” ganz schön auf die Mütze. Da wird schonmal einer im Lauf umgehauen und dann vom Gegenspieler während dem Aufstehen noch mal am Kopf gekuschelt. Dafür dass der Kollege sich nicht gewehrt hat gibts auch gleich Freistoß für den Körperbetonten Akteur der den Zank gewonnen hat – verrückt!

Nach dem 70minütigen Spiel gings zurück auf die O’Connell Street. Dort habe ich noch einige Bilder von den interessanten Dingen im Zentrum gemacht und dann gings, nach einem Cheeseburger für sage und schreibe 2,10€ mit dem Bus zurück wo wir den Tag ganz gemütlich ausklingen lassen haben.

Das Team von Dublin. In den Farben war dann auch die ganze Stadt auf den Beinen.Hier mal ein Bild aus dem SpielDas O’Connell Denkmal und dahinter der SpireDie Half Penny Bridge, angeblich die schönste Brücke in Dublin - naja…

Twentyfirst day

Samstag, 23. Juni 2007

Früh hieß es um 9 aufstehen und nach einer wohltuenden Dusche gings direkt zum Dunnes Store am Ende der Straße. Dort gab es für mich Irish Breakfast zum selberaussuchen mit Brötchen und O-Saft für 5,70€. Ein guter Preis denn im Lokal hätte es 9 gekostet. Very reasonable sagt man hier.

Nach diesem herzhaften Happen (ich finde das nach einer alkoholhaltigen Nacht sehr angenehm) gings durch die Stadt. Kilkenny hat etwas mehr als 19000 Einwohner, etwa 10 Kirchen, 1 Schloß und um die 80 Pubs – gemütliches Städtchen. Der älteste Teil der Stadt ist aus dem 9. Jahrhunder: ein Rundturm auf den man klettern konnte. Dieser Turm befindet sich neben einer Kirche um die ein Friedhof angelegt wurde. Mir viel sofort etwas besonderes auf: auf einem der Gräber wuchs roter Mohn. Und das wirklich nur auf diesem einen Grab – sehr mysteriös!

Vom Turm aus hatte man einen Überblick über die gesamte Stadt und oben haben wir ein Ehepaar aus Mainz getroffen. Später kamen dann noch Matze, Rico, Martin und Phillip mit dem Bus aus Dublin an und wir haben uns das Schloss angesehen.

Nachdem wir unsere kleine Tour beendet haben, gings mit dem Bus wieder zurück nach Dublin und von dort mit der Dart nach Ballybrack. Nach einem üppigen Essen gings auch schon wieder los in die Stadt: Nightlive!

In dem Club in dem wir letzte Woche waren kam dämliche Musik die mal viel zu laut und dann wieder viel zu leise war. Wir entschieden uns also ins Purty Kitchen zu gehen in dem die anderen letzte Woche waren und für das wir uns in weiser Voraussicht schon mal einen Stempel geholt haben als es noch kostenlos war. Am Anfang kam noch ganz erträgliche Musik die trotz erhöhtem Alkoholpegel mit der Zeit immer schlechter wurde. Als dann Scatman John zu stottern anfing war meine Stimmung auf dem Tiefpunkt und ich habe nix mehr getruken. Nach weiteren 1,5 Stunden beschissener Musik von vor 10-15 Jahren (hätte mich nicht gewundert wenn auch noch DJ Ötzi gelaufen wäre) bin ich dann mit Matze und Rico zum Nitelink gelaufen. Ende.

Das ist die älteste Kirche in KilkennyDer Turm ist aus dem 9. Jahrhundert, die Kirche aus dem 12.was für ein Blick, oder?!Das war vom Turm aus. Man bemerke das Grab ganz links oben!Hier nochmal der Turm von unten. Sieht nicht so aus, ist aber dann doch ganz schön hoch!Das Kilkenny Castle vom Schloßpark ausHier nochmal dieses krasse Grab etwas größer - mysteriös!