Sixth day

8. Juni 2007

Trotz schulfreiem Tag ging es für uns früh raus. Um 11 Uhr ging der Bus nach Galway. Für die ca. 200km brauchte der Bus etwas mehr als 4 Stunden! Etwas ungewöhnlich für deutsche Verhältnisse zumal man hier auf der Landstraße auch 100km/h fahren darf.

In Galway angekommen haben wir erstmal unser Hostel bezogen. 15€ die Nacht und alles relativ sauber und aufgeräumt. Dann sind wir noch etwas durch die Stadt gezogen und haben uns über Tagestouren informiert.

Abends ging es dann nach einer ordentlichen Portion Nudeln noch ins Internetcafe und später haben wir uns mit einem Guinness (0.5L für schlappe 2.10€) auf eine Wiese gesetzt. Dummerweise ist in Irland trinken in der Öffentlichkeit nicht erlaubt (außer im Pub) und deswegen haben uns sehr freundliche Polizisten darum gebeten ins Pub zu gehen – damn!

Naja, wie auch immer. Wir hatten am nächsten Tag viel vor, also sind wir zeitig ins Bett gegangen. Das war wiederum ziemlich kühn denn unser Hostel lag im Amüsierviertel von Galway und da ging es bis ca. 4 oder 5 Uhr richtig laut zur Sache. Zum Glück hatte ich meine Oropax mit – die anderen 3 hatten nicht ganz so viel Schlaf…

Der FelixDie Antje und der DanielFür den Vinny zu Hause :-)Einkaufsstraße in GalwayWas es in dem Laden wohl gibt?!Hier ist schon klarer was es gibt. Aber auch für den Iren?!

Fifth day

7. Juni 2007

Letzter tag Schule heute, morgen gehts für das ganze Wochenende nach Galway. Obwohl unsere Gruppe aus etwa 30 Leuten besteht kommen nur 4! mit. Alle anderen gehen Wandern oder bleiben in Dublin. Manche planen halt mehr Geld für Guiness als für Irland ein…

Da ich mir neulich am Strand einen heftigen Sonnenbrand auf der Stirn geholt habe, brauche ich wohl doch noch eine Mütze. Im Sports-Shop gabs eine schöne Adidas-Mütze für 15€. Wird sicher bald ein paar Bilder davon geben :-) .

Ansonsten haben wir in Dun Laoghaire (sprich Dunn liieriie) einen kostenlosen WLAN Hotspot in der Bibliothek gefunden – Klasse!!! Daniel hat außerdem eine ziemlich geile Sonnenbrille gekauft, die wird sicherlich auch bald in Bildform vorliegen damit ihr Euch ein Bild machen könnt.

Morgen gehts um Elf in der Stadt mit dem Bus nach Galway. Falls es dort irgendwie günstig Internet gibt werden wir natürlich was posten. Bilder wirds aber definitiv erst Montag wieder geben. Bis dahin allen ein schönes Wochenende. Entspannt mal etwas, bei den Iren bewirkt es wahre Wunder und im direkten Vergleich sind es definitiv die ausgeglicherenen Menschen!

Hier zählt übrigens auch “Freunde treffen” mehr als Geld. Das Haus unserer Hosts ist zum Beispiel nur etwa so groß wie meine WG: 120qm. Allerdings leben hier auf 3 Etagen 3 Familienmitglieder und 3 Austauschschüler. Klein aber fein. Und ins Pub gehen hier eben nicht nur die Männer, sondern die ganze Familie – das gefällt mir. Was mir auch gefällt: Rauchen ist nirgends gestattet wo Menschen drinnen arbeiten. Vielleicht auch deswegen mehr Familien?!

Erklaerung

7. Juni 2007

Ich versuche jeden Abend einen kleinen Text über meinen Tag zu schreiben. Da wir allerdings kein Internet in der Unterkunft haben ist es manchmal nur mit etwas Verzug möglich die Sachen online zu bekommen. Deshalb gibts meist komische Zeitangaben an den Beiträgen – bitte nicht wundern. Bei Fotos kann es auch zu verzögerungen kommen weil ich nicht jeden Tag meine Kamera leere.

Ich freue mich trotzdem über Kommentare undich werde demnächst noch Links zu den anderen Blogs meiner Mitschüler hinzufügen damit ihr Euch ein Bild machen könnt was noch so abgeht.

Außerdem gibt es jetzt 2 Kategorien weil Daniel auch ein paar Sachen schreiben möchte. Schaut also immer mal rein wer welchen Beitrag geschrieben hat.

Fourth day

6. Juni 2007

Heute haben wir in der Schule eine lustige “Übung” gemacht: um unser Englisch zu verbessern sollten wir wahllos Passanten befragen und Fragen wie “Was würden Sie tun wenn Sie einen Tag Primierminister wären?” oder “Wenn Sie eine Superkraft hätten, was wäre es?” stellen. Unsere Lehrerin dachte sich dabei nichts weiter außer die Sprache durch Gespräche zu verbessern wie wir danach erfragt haben. Für uns allerdings war das Ganze eine krasse Erfahrung. In Deutschland hätte diese Übung nämlich gar nicht funktioniert weil nicht genug Leute stehen geblieben wären um mit einem ausländischen!!! Jugendlichen eine “Umfrage” zu machen. Bei den Iren jedoch kein Problem. Und falls einer dann doch keine Zeit hat, dann wird das kurz freudlich erläutert und sich entschuldigt. Wo gibts das schon bei uns? Ich wage zu behaupten dass niemand bei uns das in so kurzer Zeit so hinbekommen würde.

Krasser war noch dass die Leute nicht nur kurze Zwangsantworten gegeben haben sondern auch gleich noch einen kleinen Chat über sich, Dublin, uns und Deutschland begonnen haben. Oder: Kugelschreiben schreibt nicht mehr, der Befragte gibt uns einen und sagt am Ende dass wir ihn behalten können weil wir ja sonst unsere Umfrage nicht weitermachen können. Ich habe jetzt echt einen wahnsinnig positiven Eindruck von den Leuten hier. Auch bei schwierigen Themen wie Politik sind dieLeute nicht reserviert sondern auskunftsfreudig und teilen ihre Meinung mit – anders als wir Deutschen!

Nach der Schule gings für mich in die Stadt um meine Firma zu finden. Die Adresse die ich bekommen hatte war falsch, nach kurzen Fragen an Passanten und einem Anruf konnte ich sie aber finden. Auch hier hat mir jeder sofort meine Fragen beantwortet und nicht einfach abgewunken obwohl sie in Hektik waren. Ich bin beeindruckt.

Mir öffnet ein junger Mann der wie Espenlaub zittert und der sichtlich überfordert scheint. Nachdem ich mich kurz vorgestellt habe ruft er seinen Chef an und erfragt weitere Schritte. Er lacht am Ende des Gesprächs – ich frage nach warum. Die Antwort macht mich etwas skeptisch: sie haben mich erst am 24. erwartet – in 3 Wochen!

Der Chef kommt in 1 oder 2 Stunden und ich soll so lange warten. Der junge Mann, auch Michael, hat sich nun beruhigt und führt mich kurz herum. Ich habe polnische, indische (oder pakistanische?) und irische Kollegen die eine Kartenanwendung mit Zope (in Python) bauen. Ich soll wohl das Interface mit JavaScript etwas aufwerten, mal sehen was da geht. Da ich noch etwas Zeit habe sehe ich mich ein wenig um: Das Büro ist nicht nur in einem Keller, es wirkt auch wie eine Rumpelkammer (oder mein Kinderzimmer von früher). Es liegen Bücher, CDs, Hardware überall verstreut und alles scheint völlig ungeordnet zu sein. Ich bin zwar selbst kein Ordnungsfreak, aber hier bekomme selbst ich Zweifel ob man effektiv arbeiten kann – wir werden sehen.

Die Unterhaltung mit Mel, meinem Chef, ist kurz aber aufschlussreich. Montag zwischen 9 und 10 gehts los. Was ich mache wird sich noch entscheiden, Templating, CSS, Javascript, vielleicht gebe ich TYPO3 Nachhilfe – der Ausbildende Praktikant, hihi. Er hat noch ein wichtiges Meeting und ich muss meinen Platz räumen.

Ich laufe zur Dart und fahre Heim. Nach einem mal wieder riesigen Abendbrot gehts in den örtlichen Pub zum Fußball und Poker. Ich entscheide mich für letzteres und verliere. Mal wieder. Egal, war trotzdem lustig.

Third day

5. Juni 2007

Heute waren wir nach der “Schule” (wir haben etwas Englisch) ein bißchen am Pier. Es war sehr schönes Wetter und etwas windig. Ich habe die Sonne nicht gemerkt und mir ganz schön die Stirn verbrannt.

Danach sind wir mit der Dart (eine Art S-Bahn) an den Strand gefahren und von dort aus zu Bonos Haus gelaufen (der Sänger von U2).

Abends war Poker angesagt bei Matze und Ricos Gastfamilie. Ihr Sohn Jamie (er ist 7) hat auch mitgespielt. Der Tag war für mich ziemlich anstrengend und wir waren 23 Uhr im Bett.

Vom Pier in Dun LaoghaireDas Pier in Dun Laoghairenochmal das Pier in Richtung HowthEine Hintertür zu Bonos Hausnoch eine…Bonos Haus vom Strand ausDa freut sich jemand über schönes Wetter was?! :-)

Kleine Anekdote zum Schluss: hätte ich bereits beim Aufstieg vom Strand aus gewusst dass es überall Kameras gibt, hätte ich wohl nicht an die Mauer von Bonos Gründstück gepinkelt. Ich konnte es echt nicht mehr halten, sorry Bono!

Second day

4. Juni 2007

Connor, der Sohn der Verantwortlichen hier, hat uns ein bißchen was erzählt was man wissen sollte und uns anschließend kurz die Stadt gezeigt. Danach waren wir auf eigene Faust unterwegs und haben uns um irische SIM-Karten fürs Handy und ein unverzichtbares Accessoire für jeden Irlandurlauber bemüht: einen Schirm.

In einem Einkaufszentrum habe ich dann noch diesen lustigen Kaffeestand gefunden (man beachte die rote Schrift):

no comment…

First day

3. Juni 2007

Der Tag beginnt (wie jeder Tag am Wochenende in unserer Familie) mit einem defitigen Irish Breakfast. Da gibt es Toast, French Toast, Würstchen, gebratene Leber- und Blutwurst, etwas Tomate und lecker Bacon. Dazu gibts Milch, O-Saft und Tee oder Kaffee.

Nachdem wir diesen Berg (ich übertreibe nicht!) gegessen haben packen wir ein fast genauso großes Lunchpaket ein und machen uns auf den Weg. Unser Ziel ist der Horsemarket bei Smithfield. Das ist in der Innenstadt und etwa eine Stunde von Ballybrack entfernt. Wir fahren Bus. Davon gibts hier nicht nur viele, sondern wahnsinnig viele. Über 200 Linien um genau zu sein. Für uns Continentals eine doch etwas größere Hürde da es keinen Busplan und auch keinen Fahrplan gibt. Es gibt lediglich einen Plan der besagt wann ein Bus am Start einer Linie losfährt und wie lange er in etwa brauchen wird – plus minus 10 Minuten.

In der Stadt angekommen besteigen wir die Luas, die örtliche Tram. Die ist wiederum ziemlich übersichtlich: 2 Linien. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: wir fahren Schwarz! Dieses Problem erledigt sich aber nach kurzem Nachfragen bei einem sehr kompetenten Einwohner Dublins. Wir ziehen weiter durch die Stadt und besichtigen das Dublin Castle – sehr informativ, kann ich jedem empfehlen der neben der lokalen Trinkkultur noch etwas mehr über die Stadt erfahren möchte.

Gang im SchlossDas Wartezimmer für die FrauenDer Thron. Zum Vergleich: Daniel ist 1,81m groß…Der Ballsaal mit den Flaggen der counties.Es war übrigens Irisches Wetter…

Arrival

2. Juni 2007

Wir sind gerade von unserer Hostmom abgeholt worden und haben Sandwiches und Cola bekommen. Unsere Gasteltern sind um die 70, haben 4 Kinder und sind wahnsinnig nett.

Unser Zimmer ist relativ klein, reicht aber völlig aus. Wir haben einen kleinen Fernseher und ganz bequeme Betten. Ich werde davon noch ein Bild machen wenn mal schönes Wetter ist ;-)

Unsere Reise begann mit einer kleinen Verzögerung von 20 Minuten in Dresden die sich natürlich dann auch in Frankfurt fortsetzte. A propos Frankfurt: geiler Flughafen! Da landen auf 2 Bahnen (eine war gesperrt) im 10-Sekundentakt Flieger. Dafür kostet ein kleines Giabata auch mal 4,70€ :-( . Aber wenn man Hunger hat, dann ist nichts zu teuer. Als Entschädigung gabs als Nachtisch dann einen Vanille-Donut. Sehr feine Sache!!!

Auf dem Weg nach Dublin haben wir London überflogen und sind gegen 23 Uhrin den Bus Richtung Ballybrack gestiegen. Der hat uns am lokalen Supermarkt rausgelassen womit wir wieder am Anfang des Posts wären, denn hier kam dann unsere Host(grand)ma.